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Blockiergebühren bei Ladekarten – das solltest du wissen!

Erstellt: 15. Mai 2024 | Aktualisiert: 16. Mai 2024
Blockiergebühren bei Ladekarten – das solltest du wissen!-bild

Das Thema Blockiergebühren ist in Zusammenhang mit E-Autos und Ladestationen komplex. Einige Autofahrer denken hier möglicherweise zunächst an Verbrenner, die unrechtmäßig vor Ladesäulen auf Parkplätzen für E-Autos parken. Andere beziehen es auf Fahrer, die mit Elektroautos Ladepunkte blockieren, ohne ihr Fahrzeug zu laden. Doch Blockiergebühren bei Ladekarten sind viel weitreichender und können fast jeden Nutzer eines E-Autos betreffen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Blockiergebühren für Ladestationen genau?

Blockiergebühren verlangen inzwischen die meisten Anbieter von Ladekarten. Diese Gebühr wird beim Ladevorgang zusätzlich berechnet, falls das E-Auto länger als die erlaubte Höchstladezeit an einer Ladesäule lädt. In unserem Artikel Ladestation: Alle Infos über eine Ladestation für E-Autos! findest du mehr Infos zu Ladestationen.

Durch die Gebühren wollen die Betreiber verhindern, dass Ladepunkte zu lange belegt sind. Oder sogar als kostengünstiger Parkplatz dienen. Die Regelung ist aber auch problematisch. Denn die Gebühr kann oft selbst dann anfallen, wenn ein Elektroauto noch längst nicht vollgeladen ist.

Blockiergebuehren in Muenchen beim Laden

Wann fallen Blockiergebühren bei Ladetarifen an?

Leider gibt es in Deutschland keine einheitliche Regelung, wann die Gebühr für die Blockade eines Ladepunktes entsteht. Und wann eben nicht. Hier haben neben den Betreibern der Ladesäule insbesondere die Anbieter von Ladekarten große Freiheiten. Einige Unternehmen, wie z.B. Stadtwerke, verzichten sogar (noch) komplett darauf. Aktuell erhebt jedoch die Mehrheit der Anbieter in Deutschland diese Gebühr.

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Bei vielen Ladekarten wird die Blockiergebühr an öffentlichen AC-Ladestationen nach einer Ladezeit von vier Stunden fällig. Manche Anbieter gehen noch einen Schritt weiter. Sie regeln speziell für DC-Schnellladestationen, dass hier die Gebühr oftmals schon nach 90 Minuten Ladezeit berechnet wird.

Teilweise gibt es zudem für unterschiedliche Tageszeiten und Wochentage besondere Regelungen. Diese sollen dann etwa je nach Anbieter ein längeres Aufladen über Nacht oder nach Geschäftsschluss ermöglichen oder verhindern.

Gut zu wissen: Besonders fair in puncto Blockiergebühren sind beispielsweise die Ladetarife Maingau Autostrom und EnBW Mobility+. Hier wird der Standzeitzuschlag nicht nur transparent angezeigt. Sondern die Blockiergebühr wird auf maximal 12 Euro pro Ladevorgang begrenzt. Das ist zumindest einer kleiner Kostenairbag, falls du mal vergessen solltest, dein E-Auto rechtzeitig wegzufahren.

Wie hoch sind Gebühren für das Blockieren bei Ladekarten?

Die Höhe der anfallenden Blockiergebühren variiert deutschlandweit von Ladekarte zu Ladekarte. Bei den meisten liegt sie bei rund 10 Cent je Minute und startet direkt nach Ablauf maximalen Ladezeit.

Wie bereits geschildert, deckeln manche Anbieter immerhin die maximal anfallenden Blockierkosten. Dennoch können diese bei anderen Providern theoretisch in unbeschränkter Höhe anfallen. Wir empfehlen dir deshalb, diesen Aspekt bei der Auswahl zu berücksichtigen. Vor allem, sofern du gerne mal das E-Auto länger an der Ladesäule stehen lässt. Bei Ladesäulen an Tankstellen und anderen Privatgrundstücken kann zudem die vom Eigentümer aufgestellte Hausordnung relevant sein.

Blockiergebuehren bei EnBW mit Hyundai beim Laden

Als unverbindlicher Service haben wir eine Übersicht der Ladegebühren, die einige der größeren Anbieter verlangen, zusammengestellt:

  • BMW Charging Gleichstrom (DC): 20 Cent pro Minute nach Ablauf von 90 Minuten
  • BMW Charging Wechselstrom (AC): 26 Cent pro Minute nach Ablauf von 180 Minuten. Aber nur zwischen 8 und 21 Uhr
  • Maingau (AC & DC-Laden): 10 Cent pro Minute nach Ablauf von 4 Stunden, höchstens aber 12 Euro
  • EnBW (AC & DC-Laden): 10 Cent pro Minute nach Ablauf von 4 Stunden, höchstens aber 12 Euro
  • Tesla (Supercharger an Hauptverkehrsstraßen): 0 Cent bis 1 Euro pro Minute

Diese Liste dient vor allem zur Orientierung, da einige Anbieter ihre Gebühren laufend anpassen. Die größte Spannweite gibt es bei Teslas Superchargern. Die hier als Belegungsgebühr deklarierten Kosten entstehen erst, falls ein vollgeladenes E-Auto an der Ladestation angeschlossen bleibt. Sie entfallen, wenn Fahrer den Ladepunkten innerhalb von fünf Minuten freimachen.

Tesla Supercharger mit Belegungsgebuehren

Zudem sind bei Tesla die Kosten pro Minute gestaffelt. Am höchsten sind sie mit einem Euro pro Minute bei einer kompletten Auslastung der Supercharger-Stationen.Bei Auslastungen von mindestens 50 Prozent halbieren sie sich auf 50 Cent pro Minute. Löblich: Ist die Auslastungsrate noch geringer, stellt Tesla an allen Superchargern keine Belegungsgebühr in Rechnung.

Praxistipp: Neben der Blockiergebühr sind bei Ladesäulen an öffentlichen Straßen auch immer lokalen Verkehrszeichen zu beachten. Ist beispielsweise die Standzeit im Ladezustand per Verkehrszeichen auf 2 Stunden begrenzt, riskierst du bei einer Überschreitung unabhängig von der Blockiergebühr ein Knöllchen. Gleiches gilt analog auch für Ladesäulen auf Privatgrundstücken von Supermärkten und Tankstellen.

So kannst du hohe Blockiergebühren verhindern

Wir empfehlen dir, dich bereits im Vorfeld über etwaige Blockiergebühren bei Ladesäulen zu informieren. Das funktioniert etwa mit unserem Service „”Ladekarten im Vergleich”.Mit diesem kannst du auch gezielt Ladekarten ohne Blockiergebühr filtern.

Ladekartenvergleich von Einfach E-Auto

Sollte hier ein Anbieter fehlen, hilft noch der Blick in die jeweilige App oder ein Besuch der Webseite. Wir empfehlen dir zudem unseren Blog-Artikel ”Ladekarte für E-Autos! Benötige ich wirklich eine?”.

Eine Alternative zur physischen Ladekarte kann auch Plug&Charge sein. Was sich dahinter verbirgt, haben wir in unserem Beitrag ”Alles über Plug and Charge für Elektroautos!” näher erläutert. Auch ein Blick auf Aushänge und die Beschilderung am Ladepunkt ist stets empfehlenswert.

Tipp aus dem Ladealltag: Im Normalfall lassen viele E-Autos innerhalb der maximal erlaubten Ladezeit wieder bis zu 80% aufladen. Oftmals auch an AC-Ladestationen. Bist du doch mal auf das Vollladen angewiesen? Dann lässt sich die Gebühr häufig (aber nicht immer) durch einen kleinen Trick umgehen. Hierzu musst du den Ladevorgang kurz vor Ablauf der erlaubten Ladezeit beenden und das Ladekabel kurz abstecken. Anschließend kannst du den Ladevorgang wieder neu starten. Die maximale Ladezeit steht wieder zur Verfügung.

Fazit zu den Blockiergebühren bei Ladekarten

Die Anzahl an öffentlichen Ladesäulen in Deutschland steigt stetig. Dennoch kann es gerade in Stoßzeiten hin und wieder zu Engpässen kommen. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn die Ladestationen von E-Autos belegt werden, deren Ladevorgang längst abgeschlossen ist. Um einen Anreiz zu schaffen, eine Ladestation nach dem Ladevorgang zeitnah für den nächsten E-Auto-Fahrer freizumachen, hat sich bei vielen Anbietern von Ladekarten das Konzept der Blockiergebühr durchgesetzt.

Diese Gebühr wird immer dann fällig, wenn die maximale Stand- bzw Ladezeit an öffentlichen Ladestationen überschritten wird. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, solltest du bei der Wahl der Ladekarte entweder eine Karte ohne Blockiergebühr wählen. Oder einen Anbieter wie Maingau oder EnBW wählen, der die maximale Blockiergebühr auf 12 Euro deckelt. In unserem Ladekarten-Vergleich findest du die gängigsten Ladetarife noch einmal im Detail aufgelistet.

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