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E-Auto als Firmenwagen: Steuervorteile, Kosten und mehr

Erstellt: 28. Jan. 2024 | Aktualisiert: 29. Jan. 2024
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Vielleicht plant dir dein Arbeitgeber ein Elektroauto als Firmenwagen zur Verfügung zu stellen oder du verwendest bereits ein E-Auto als Dienstfahrzeug. Dann kannst du von zahlreichen Vorzügen profitieren. Allerdings gibt es einige Regelungen – vor allem bezüglich geldwerter Vorteile, Abrechnungen und Ladekosten – zu beachten. Wir fassen für dich die wichtigsten Informationen zusammen.

Inhaltsverzeichnis

Der geldwerte Vorteil bei Dienstfahrzeugen im Allgemeinen

Bei einem geldwerten Vorteil handelt es sich um eine Sachleistung, die Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt erhalten. Den Betrag, den Arbeitnehmer bezahlen müssten, um diesen Vorteil zu erhalten, müssen diese versteuern. Die private Nutzung eines Dienstfahrzeugs ist ein solcher geldwerter Vorteil. Die Berechnung erfolgt entweder über ein Fahrtenbuch oder durch die pauschale Versteuerung eines bestimmten Prozentsatzes vom Bruttolistenpreis des Fahrzeugs.

BMW iX2 mit Steuervorteil in rot

Darum lohnt sich beim geldwerten Vorteil ein Elektroauto als Firmenwagen besonders

Wie hoch deine Steuerbelastung durch den geldwerten Vorteil ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab. So beträgt der in Steuererklärung anzusetzende Prozentsatz vom Bruttolistenpreis bei

Welches E-Auto passt zu mir?

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  • Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor 1,0 %
  • Hybridfahrzeugen mit mehr als 60 km elektrischer Reichweite 0,5 %
  • Elektrofahrzeugen mit einem Bruttolistenpreis über 60.000 € 0,5 %
  • Elektrofahrzeugen mit einem Bruttolistenpreis unter 60.000 € 0,25 %

Das führt bei der Steuererklärung zu deutlichen Unterschieden. So musst Du einen Dienstwagen mit einem Bruttolistenpreis von 80.000 € monatlich mit 800 € versteuern, wenn es ein Diesel oder Benziner ist, bei einem Elektroauto aber nur mit 400 €. Noch größer ist der Unterschied bei günstigeren Fahrzeugen. So erhöht ein Firmenwagen für 50.000 € als Verbrenner das zu versteuernde Einkommen um 500 €, als E-Auto aber nur um 125 €. Lies dazu auch unseren Blogbeitrag: Welche E-Autos profitieren von der 0,25 % Besteuerung?.

Ab 2024 - Geplante Anhebung der Bemessungsgrenze auf 70.000 €

Im Rahmen des aktuell laufenden Gesetzgebungsverfahrens zum neuen Wachstumschancengesetzes hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf eingebracht, der eine Neuregelung der steuerlichen Behandlung von elektrischen Dienstwagen ab 2024 vorsieht. Dieser aktuell im Vermittlungsausschuss diskutierte Entwurf sieht vor, die Schwelle des Bruttolistenpreises, bis zu der die vergünstigte 0,25-Prozent-Regelung für die private Nutzung von E-Dienstwagen gilt, von 60.000 € auf 70.000 € anzuheben

Mit dieser Maßnahme beabsichtigt die Regierung, den Erwerb von hochpreisigen Elektroautos als Firmenwagen zu fördern, um den gestiegenen Anschaffungskosten dieser Fahrzeuge Rechnung zu tragen. Bei einer Verabschiedung des Wachstumschancengesetzes in der diskutierten Fassung ist davon auszugehen, dass alle ab dem 01.01.2024 erstmals zugelassenen E-Firmenwagen von der erhöhten Bemessungsgrenze profitieren.

Achtung: Bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils können Fallstricke drohen

Wichtig ist, dass sich die Preisgrenze der Elektrofahrzeuge in Höhe von 60.000 € nicht auf den Kaufpreis, sondern auf den Bruttolistenpreis inklusive Zubehör zum Zeitpunkt der Erstzulassung bezieht. Erhöht ein Hersteller also die Preise vor der Auslieferung, sodass die Grenze von 60.000 € überschritten wird, verdoppelt sich auch der in der Steuererklärung anzugebende Prozentsatz für den geldwerten Vorteil von 0,25 % auf 0,50 %. Dieses Risiko besteht besonders bei E-Autos mit langer Lieferzeit.

Kosten für die Wallbox

Wenn du deinen E-Firmenwagen nur im Betrieb auflädst, kannst du diesen Absatz überspringen. Allerdings erhöht die eigene Wallbox deine Flexibilität beim Laden. Relevant ist dabei die Summe aus Anschaffungs- und Installationskosten. Übernimmt diese dein Arbeitgeber, sparst du zwar zunächst Geld, musst hier jedoch den geldwerten Vorteil wie beim E-Auto als Firmenwagen versteuern. Manche Firmen begleichen die Steuerlast aber für Arbeitnehmer und übernehmen die pauschale Versteuerung: 25 % Lohnsteuer zuzüglich gegebenenfalls Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Alternativ kann dir dein Chef die Wallbox auch leihweise überlassen. Auch hier entsteht ein geldwerter Vorteil. Immerhin sparst du dir aber hier die Sozialversicherungsbeiträge, solange die Ladestation nicht dir gehört. Unterstützt dich dein Arbeitgeber gar nicht beim Wallboxkauf, hast du zwar höhere Anschaffungskosten. Immerhin kannst du dir dann aber genau das Modell aussuchen, das alle von dir gewünschten Features bietet. Als Orientierung für passende Ladestationen dient unser interaktiver Wallbox-Vergleich.

Ladekosten und Abrechnung beim Laden von E-Autos als Firmenwagen

Bei den Ladekosten von Elektrofahrzeugen als Dienstfahrzeug gilt es zu differenzieren. Zunächst muss geklärt werden, ob das Aufladen daheim oder am Arbeitsplatz erfolgt. Zudem kann relevant sein, ob der Arbeitgeber dem Mitarbeiter überhaupt Lademöglichkeiten für den Firmenwagen offeriert.

Ladekosten und Abrechnung beim Aufladen des E-Dienstfahrzeugs im Betrieb

Viele Unternehmen, die Mitarbeitern ein Elektroauto als Firmenwagen anbieten, stellen auch Lademöglichkeiten auf dem Betriebsgelände zur Verfügung. Ist dieses Laden des Dienstfahrzeugs am Arbeitsplatz verbilligt oder sogar kostenlos, fallen keine Steuern an.

Laden beim Arbeitgeber mit einer Webasto Next Wallbox

Ladekosten und Abrechnung beim Aufladen des E-Firmenwagens daheim

Wenn du deinen elektrischen Dienstwagen zuhause laden möchtest, entstehen dir z.B. Kosten für den Ladestrom, die du geltend machen kannst. Möglich ist das entweder über pauschale Beträge oder über eine genaue Abrechnung.

Pauschale Abrechnung des Ladestroms

Die Pauschalbeträge verursachen wenig Aufwand, berücksichtigen deine Kosten dafür aber nicht so präzise. Die Pauschale beträgt bei vollelektrischen Fahrzeugen (BEV)  70 € pro Monat, wenn dein Arbeitgeber dir keine Lademöglichkeit für deinen Firmenwagen zur Verfügung stellt.

Falls eine Ladeoption am Arbeitsplatz vorhanden ist, kannst du als Pauschale monatlich immerhin noch 35 € geltend machen. Diese Pauschalbeträge mindern dann den beim geldwerten Vorteil anzusetzenden Betrag bei der Firmenwagenversteuerung – solange der Arbeitgeber die Stromkosten für das Aufladen nicht erstattet.

Präzise Abrechnung des Ladestroms

Der Ladestrom für deinen E-Dienstwagen lässt sich auch genau bis auf die Kilowattstunde abrechnen. Die beste Option ist hier oft eine Wallbox mit integriertem Stromzähler mit mehreren RFID-Karten. Dadurch lässt sich der Ladestrom für den Firmenwagen und andere Fahrzeuge unterscheiden. Allerdings ist eine solche Wallbox etwas teurer als ein Standardmodell.

go-e Charger beim Laden eines Tesla Model 3

Kosten entstehen aber auch, wenn du alternativ einen Zwischenzähler für den bestehenden Stromanschluss oder sogar einen weiteren Stromanschluss mit eigenem Zähler beantragst. Zudem ist hier dann keine Differenzierung zwischen dem Ladestrom für private oder dienstliche Fahrzeuge möglich, sodass du hier praktisch nur deinen E-Firmenwagen laden kannst.

Gut zu wissen: Eine geeignete Wallboxen für die Firmenwagenabrechnung ist zum Beispiel die Heidelberg Connect.Businss Wallbox mit integriertem MID-Zähler.

Heidelberg Connect.Business Wallbox

Fazit: ein E-Auto als Firmenwagen lohnt sich

Ein herkömmlicher Firmenwagen, den du auch privat nutzen kannst, ist gut, ein Elektroauto als Firmenwagen aber oft besser. So sparst du bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils gegenüber Verbrennern. Das gilt vor allem dann, wenn der Bruttolistenpreis bei der Erstanmeldung unter 60.000 € (ab 2024: 70.000 € (geplant)) liegt. Berücksichtige unbedingt auch die Kosten für eine private Wallbox in der Steuererklärung korrekt. Bei der Abrechnung der privaten Ladekosten kannst du entweder einfach zu handhabende Pauschalen nutzen oder präzise abrechnen. Im letzten Fall empfehlen wir eine geeignete Wallbox mit Stromzähler.

Bei uns findest du nicht nur das passende E-Autodas passende E-Auto als Firmenwagen oder für Dich privat, sondern auch die optimale Wallbox für zu Hause!

Bildnachweise: Mercedes-Benz Group AG, BMW AG, Webasto SE, go-e GmbH, Amperfied GmbH.

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