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Wallboxkauf: 10 Merkmale einer guten Wallbox

#Laden zu Hause

Wallboxkauf: 10 Merkmale einer guten Wallbox

Welche Merkmale machen eine gute und zukunftssichere Wallbox aus? Bei mehr als 200 verschiedenen Wallbox Modellen am Markt und der Flut an neuen Fachbegriffen verliert man schnell den Überblick. Damit eine bessere Kaufentscheidung für eine private Wallbox getroffen werden kann, haben wir 10 wichtige Eigenschaften einer guten Wallbox zusammengestellt.
  • 11 kW Ladeleistung
  • DC-Fehlerstromerkennung
  • Integriertes Typ-2-Ladekabel
  • Zugangsschutz
  • MID konformer Energiezähler
  • WLAN / LTE Modul
  • IP-Schutzklasse für Außeneinsatz
  • OCCP-Kommunikationsprotokoll
  • Modularer Aufbau
  • Kundenservice & Garantieleistungen

11 kW Ladeleistung

Wir empfehlen den Kauf einer Wallbox mit einer Ladeleistung von 11 kW. Damit lässt sich die Fahrzeugbatterie bis zu 5 mal schneller laden als an der gängigen Steckdose. Über Nacht ist damit selbst das 95 kWh große Akkupaket eines Audi e-tron wieder vollständig geladen. Zusätzlich muss eine 11 kW Wallbox beim Verteilnetzbetreiber durch den Elektriker lediglich angemeldet werden. Ablehnen darf der Netzbetreiber den Einbau der Wallbox nicht.
Eine Wallbox mit 22 kW Ladeleistung hingegen muss vorab schriftlich vom Verteilnetzbetreiber genehmigt werden. Hierzu ist vor dem Einbau ein separater (kostenpflichtiger) Antrag zu stellen. Leider werden diese Anträge aktuell in den meisten Fällen abgelehnt, da die Betreiber eine Überlastung Ihres lokalen Stromnetzes fürchten.

DC-Fehlerstromerkennung

Manchmal treten während des Ladens des E-Autos Gleichfehlerströme auf. Um diese auszuschließen ist eine DC-Fehlerstromerkennung notwendig. Bei der Wahl der Wallbox sollte deshalb darauf geachtet werden, dass eine DC-Fehlerstromerkennung direkt in der Ladestation verbaut ist. Andernfalls muss bei der Installation separat ein FI Typ B oder Typ AeV Schutzschalter in den Sicherungskasten eingebaut werden. Das lässt die Kosten schnell um 200 Euro oder mehr steigen.

Integriertes Typ-2-Ladekabel

Ein fest an der Wallbox angebrachtes Ladekabel mit Typ-2 Stecker erhöht den Komfort. Beim Laden zu Hause muss lediglich noch das Ladekabel der Wallbox mit dem E-Auto verbunden werden und schon startet der Ladevorgang. Als Universallösung ist ein 5 m oder 6 m langes Ladekabel zu empfehlen. Damit lassen sich sowohl ein Kleinwagen als auch ein SUV problemlos anschließen.
Exkurs: Die meisten Wallboxen sind mit einem Ladekabel bzw. Ladeanschluss ausgestattet. Damit können problemlos zwei E-Autos hintereinander geladen werden. Nur falls täglich zwei oder mehr E-Autos parallel zur selben Tageszeit Laden sollen, ist eine deutlich teurere Ladestation mit Ladepunkten empfehlenswert.

Zugangsschutz – RFID oder Schlüsselschalter

Sollen nur bestimmte Personen die Wallbox zum Laden nutzen können?
Dann muss beim Wallboxkauf darauf geachtet werden, dass die Ladestation mit einem Zugangsschutz ausgestattet ist.
Am einfachsten ist ein integrierter Schlüsselschalter, bei dem man mit einem Schlüssel die Wallbox ein- und ausschalten kann. Die häufiger gewählte Möglichkeit ist die Zugangskontrolle über ein RFID-System. Hier bekommt jeder Nutzer eine RFID-Karte im Format einer Kreditkarte, mit der er die Wallbox freischaltet und den Ladevorgang startet. Ist in der Wallbox zusätzlich ein MID-konformer Energiezähler verbaut, kann nachvollzogen werden, wer oder welches Elektroauto wie viel Strom geladen hat.

MID-konformer Energiezähler

Ist ein MID-konformer Energiezähler in der Wallbox verbaut, kann die verbrauchte Strommenge für das Laden des Elektroautos kilowattstunden genau erfasst und beispielsweise per App eingesehen werden. Die MID-konforme Erfassung der verbrauchten Strommenge ist insbesondere von Bedeutung, wenn der Strom am Monatsende beispielsweise vom Arbeitgeber oder dem Mieter erstattet werden soll.
Besonders relevant für: Dienstwagenfahrer, Wohnungseigentümer, gemeinschaftlich genutzte Garagen.

WLAN / LTE Modul für Updates

Wallboxen mit einem WLAN-Modul oder einer integrierten SIM-Karte lassen sich mit dem Internet verbinden. Die Überwachung und Steuerung der Wallbox ist dann bei den meisten Herstellern über eine Smartphone-App möglich. Auch können in der App der Ladevorgang pausiert und der aktuelle Verbrauch oder die maximale Ladeleistung angezeigt werden. Darüber hinaus können Software-Updates unkompliziert aufgespielt werden und die Wallbox bleibt stets auf dem neuesten Stand.
Hinweis: Soll die Wallbox lediglich das Fahrzeug verlässlich laden, kann auf dieses Feature verzichtet werden.

IP-Schutzklassen für Außeneinsatz

Soll die Wallbox nicht in der Garage, sondern im Außenbereich installiert werden, ist ein Blick auf die Schutzklasse IP (Internal Protection) erforderlich. Diese zweistellige Zahl (z.B. IP 55) gibt an, unter welchen Umgebungsbedingungen die Wallbox eingesetzt werden darf.
Um auch bei extremen Wetterbedingungen auf der sicheren Seite zu sein, empfehlen wir, dass die Wallbox mindestens die Schutzklasse IP54 oder IP55 aufweist. Eine Wallbox Schutzklasse IP54 ist beispielsweise sowohl vollständig gegen Berührungen und Staubablagerungen im Inneren geschützt als auch gegen Spritzwasser aus jeglichem Winkel.
Relevant für: Die Installation der Wallbox in der Einfahrt oder im Carport.

OCPP- Kommunikationsprotokoll

Das OCPP macht die Kommunikation zwischen der Ladestation und einem Backendsystem (z.B. Lademanagementsoftware) möglich. Eine solche Lademanagementsoftware erlaubt u.a. intelligente Steuerung, Überwachung von Ladevorgängen und die Einstellung individueller Ladeprofile oder das Lastmanagement.
Letzteres ist gerade in Mehrparteienhäusern und Tiefgaragen wichtig, damit alle Fahrzeuge gleichzeitig laden können, ohne dass der Stromanschluss des Gebäudes überlastet wird. Wallboxen mit dem OCPP-Standard können herstellerunabhängig in jedes Backendsystem integriert werden.

Modularer Aufbau

Eine modular aufgebaute Wallbox besitzt den Vorteil, dass einzelne Komponenten wie das Ladekabel, der Energiezähler, das Gehäuse oder die DC-Fehlerstromerkennung separat voneinander ausgetauscht werden können.
Ist eine Komponente defekt oder soll erneuert werden, ist der Austausch direkt Vorort möglich. Ohne modularen Aufbau muss die Wallbox vom Elektriker abmontiert und eingeschickt werden. Das ist mit zusätzlichen Kosten verbunden und während der Reparatur muss auf das Laden zu Hause verzichtet werden.

Hersteller, Kundenservice & Garantieleistungen

Neben den technischen Spezifikationen einer Wallbox ist es ratsam, sich vorab auch kurz über den Kundenservice und die Garantieleistungen des Herstellers zu informieren. So sollte neben einer Kundenhotline auch eine telefonische Servicehotline speziell für Elektriker existieren.
An Letztere wenden sich Elektriker häufig, falls Fragen während Installation der Wallbox aufkommen. Fehlt diese, verlängert und verteuert sich der Einbau. Die meisten Wallboxen sind robust und auf Langlebigkeit konstruiert. Trotzdem sollten nur Hersteller gewählt werden, die von ihrem Produkt überzeugt sind und eine Herstellergarantie von mindestens 2-3 Jahren bieten.
Gut zu Wissen: Vertreibt der Wallboxhersteller schon seit mehr als 5 Jahren seine Ladestationen oder andere Elektronik in Deutschland, ist davon auszugehen, dass er einen funktionierenden Kundenservice besitzt.

Fazit

Beim Wallboxkauf müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Wenn du auf die 10 Merkmale achtest, wirst du mit Sicherheit eine zukunftssichere Wallbox finden.

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Bildnachweis: EVBOX
Wie viel Ladeleistung soll die Wallbox haben?