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Wie lange hält eine E-Auto Batterie?

Erstellt: 25. Okt. 2023 | Aktualisiert: 26. Okt. 2023
Wie lange hält eine E-Auto Batterie?-bild

Die Batterie ist in Elektroautos oft die teuerste Einzelkomponente. Deswegen ist es für viele Kauf- und Leasinginteressenten wichtig, die Lebensdauer der E-Auto Batterie abschätzen zu können. Hier soll dieser Blogartikel eine Orientierung bieten. Deshalb erläutern wir nicht nur, wie bei E Autos die Batterie Lebensdauer im schlechtesten Fall ausfällt. Wir nennen auch realitätsnahe Laufzeiten. Als Illustration dient dabei eine vereinfachte Modellrechnung. Zum Abschluss skizzieren wir kurz, was mit der Batterie nach dem Einsatz im E-Auto passiert.

Inhaltsverzeichnis

8 Jahre bzw. 160.000 Kilometer beträgt bei E Autos die Batterie Lebensdauer mindestens

Es ist davon auszugehen, dass moderne Batterien in E-Autos eine minimale Lebensdauer von etwa 8 Jahren bzw. 160.000 Kilometer haben. Das ist nämlich die Garantie, die die überwiegende Mehrheit an Autoherstellern Kunden anbietet. Dabei garantieren diese aber nicht nur die ordnungsgemäße Funktionsweise des Akkus, sondern in der Regel auch eine bestimmte Mindestkapazität. Diese liegt meistens bei 70 Prozent. Hat die Batterie deines E-Autos also etwa nach 7 Jahren und einer bis dahin zurückgelegten Strecke von 100.000 Kilometern nur noch eine Kapazität von 60 Prozent, kannst du eine Nachbesserung verlangen.

Tesla Model 3 2024 in rot von vorne

Dabei erfolgt oft jedoch kein Komplettaustausch, sondern der Wechsel einzelner Batteriemodule, sodass die nutzbare Kapazität danach mindestens 70 Prozent beträgt. Achte aber im Vorfeld darauf, dass du alle Garantiebedingungen erfüllst – insbesondere bezüglich regelmäßiger Wartungen und Software-Updates. Einige Automobilhersteller sind bei der Batteriegarantie besonders großzügig. So hat Tesla für bestimmte Fahrzeuge die Garantie auf 200.000 oder sogar 240.000 Kilometer erhöht. Lexus wirbt beim neuen UX300e sogar mit 10 Jahren bzw. 1 Million Kilometer.

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Typische Lebensdauer der E-Auto Batterie dürfte noch deutlich länger sein

Wie lange hält die Batterie eines E-Autos aber in der Praxis? Tendenziell dürfte die Lebensdauer deutlich länger als die versprochene Garantie sein. Das liegt schon daran, dass ein Batterieaustausch für die Automobilhersteller mit hohen Kosten verbunden ist. Deswegen dürften diese schon bei der Batterieproduktion sicherstellen, dass nur in den seltensten Fällen ein Austausch erforderlich wird und einen großzügigen Sicherheitspuffer einkalkulieren. Anhaltspunkte liefern auch die Untersuchungen des ADAC.

Der deutsche Automobilclub hat bereits eine Vielzahl von in E-Autos verbauten Akkus unter die Lupe genommen. So hatte die Batterie eines im Jahr 2014 hergestellten BMW i3 nach 5 Jahren und einer zurückgelegten Strecke von rund 100.000 Kilometern noch eine Kapazität von 86 Prozent. Die Ingenieure des Automobilclubs erwarteten, dass die Kapazitätsgrenze von 70 Prozent erst nach 10 Jahren bzw. 200.000 Kilometern erreicht werden würde. Und selbst dann bleibt das E-Auto mit mehr als zwei Drittel an Batteriekapazität ja noch weiter nutzbar.

Modellrechnung bezüglich der Batterielebensdauer eines E-Autos am Beispiel des BMW iX1 xDrive30

Wir wollen die erwartbare Lebensdauer einer E-Auto Batterie am Beispiel des BMW iX1 xDrive30 unter vereinfachten Bedingungen berechnen. Das Modell hat eine nutzbare Batteriekapazität von 64,7 kWh. Verbaut sind moderne Lithium-Ionen-Akkus, die mindestens 1.000 komplette Ladezyklen – also von 0 auf 100 Prozent – schaffen sollen. Der Energieverbrauch laut WLTP liegt laut Hersteller zwischen 16,9 kWh und 19 kWh pro 100 Kilometer. Basierend auf der Batteriegröße ergeben sich bei 1.000 Ladezyklen Reichweiten von:

BMW iX1 in weiß von vorne

  • 341.000 km bei hohen Verbrauchswerten
  • 360.000 km bei mittleren Verbrauchswerten
  • 383.000 km bei niedrigen Verbrauchswerten

Dank des modernen Batteriemanagements sind bei modernen Akkus aber sogar oft mehr als die kalkulierten 1.000 Ladezyklen möglich. Dieses smarte Management verhindert etwa Überladungen oder Tiefentladungen. Dadurch lässt sich die Anzahl der möglichen Ladezyklen – und damit auch die theoretische Reichweite – nach Ansicht vieler Experten verdoppeln oder sogar verdreifachen.

Nutzung von ehemaligen E-Auto-Batterien als Pufferspeicher

Auch nach dem Einsatz in Elektroautos sind die meisten Batterien noch zu gebrauchen. Besonders oft dienen sie als sogenannte Pufferspeicher. In diesem Zusammenhang helfen sie dabei, den zeitlichen Unterschied von Energieerzeugung und Energieverbrauch zu überbrücken. So steht dann etwa die durch Photovoltaikanlagen oder Windkraftwerke erzeugte Energie auch in der Nacht oder bei Windstille zur Verfügung. Die Belastung der Energiespeicher ist dabei deutlich geringer als im E-Auto. Das liegt daran, dass es hier keine plötzlichen hohen Beanspruchungen gibt und eine Vielzahl von Akkus zusammengeschaltet sind. Deshalb lassen sich Batterien, die früher in E-Autos installiert waren, oft noch viele Jahre als Pufferspeicher nutzen.

BMW Speicherfarm mit Windrad

Recycling von E-Auto-Batterien

Irgendwann sind die Batterien aber auch als Pufferspeicher nicht mehr geeignet. Dann wandern sie jedoch nicht in den Müll. Stattdessen kommt es zum Recycling. Das ermöglicht die Wiederverwertung von wertvollen Bestandteilen wie Kobalt, Lithium oder Nickel. Diese Materialien können dann beispielsweise Bestandteil neuer Batterien für E-Autos werden. Das Recycling ist dabei nicht freiwillig, sondern vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die im August 2023 in Kraft getreten Batterieverordnung schreibt Batterie-Wiederverwertungsquoten von 90 Prozent vor.

VW Batterierecycling einer E-Auto Batterie

Fazit: die Lebensdauer der E-Auto Batterie ist länger als oft gedacht

Batterien von E-Autos halten länger als viele denken. So garantieren die meisten Hersteller, dass der im Fahrzeug verbaute Akku nach 8 Jahren bzw. 160.000 Kilometern noch 70 Prozent der Kapazität bietet. Moderne Batterien dürften sich in der Praxis aber auch doppelt so lange nutzen lassen. Durch eine Erhöhung der Zahl der Ladezyklen mithilfe eines intelligenten Batteriemanagements sind sogar noch längere Laufleistungen zu erwarten. Auch danach ist – vor dem Recycling am Ende der Lebensdauer – noch eine oft jahrelange Nutzung der Batterie als Pufferspeicher möglich.

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Bildnachweise: BMW AG, Tesla Inc., Volkswagen AG

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