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Ist der Leasing- oder Kaufvertrag für ein elektrisches EQ-Modell von Mercedes unterschrieben, beginnt die Suche nach einer geeigneten Wallbox. Denn mit einer eigenen Ladestation gelingt das alltägliche Laden schnell und komfortabel. In vielen Fällen meldet sich auch direkt dein Mercedes Verkäufer bei dir und will dir die neue Mercedes Wallbox verkaufen. Doch lohnt sich die hochpreisige Mercedes Wallbox oder gibt es sogar bessere Alternativen? Dies und vieles mehr beantworten wir dir im folgenden Beitrag.

Was kostet eine Mercedes Wallbox?

Die Schwaben bieten die neue Mercedes Wallbox seit April 2022 zu einem stolzen Preis von 990 Euro an. Erhältlich ist die Wallbox in Deutschland vorwiegend über die Mercedes Vertragshändler. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch der Online-Verkauf direkt über Mercedes-Benz starten.
Gut zu wissen: Entwickelt und produziert wird die Mercedes Wallbox jüngsten Informationen zur Folge vom niederländischen Hersteller EVBox, der hierzulande bereits mit der EVBox Elvi eine technisch sehr ähnliche Wallbox anbietet.

Was sind die Vor- und Nachteile der Mercedes Wallbox?

Mit der neuen Wallbox von Mercedes lassen sich Elektroautos schnell, sicher und komfortabel laden. Die Ladeleistung der auffällig designten Ladelösung ist auf bis zu 22 kW ausgelegt. Zu den Highlights der Wallbox zählen unter anderen die Einbindung der Ladestation in die Mercedes me App. Dadurch lassen sich die Ladevorgänge eines Mercedes starten und stoppen sowie der aktuelle Ladestatus verfolgen oder die Ladehistorie für den privaten Gebrauch einsehen. Dank der Internetanbindung via WLAN gelangen zukünftige Updates “Over-the-Air” auf die Ladestation.
Zur besseren Übersichtlichkeit haben wir dir im Folgenden noch einmal die Vor- und Nachteile der Mercedes Wallbox gegenübergestellt.

Vorteile

  • Extravagantes Design mit Mercedes Logos
  • Integriertes Typ2-Ladekabel
  • Integrierte DC-Fehlerstromerkennung
  • Zugangskontrolle per RFID & App
  • Einbindung in die Mercedes me App
  • Einstellbare Ladeleistung von 11 oder 22 kW

Nachteile

  • Hoher Preis
  • Kein integrierter MID-Zähler (für Dienstwagenabrechnung)
  • Keine Einbindung von anderen Automarken in die App
  • Nur Internetanbindung über LAN oder WLAN
  • Kein Lastmanagement
  • Nur eine Kabellänge verfügbar
Gut zu wissen: Nicht alle Mercedes Modelle sind für eine AC-Ladeleistung von 22 kW ausgelegt. Lediglich die EQ-Baureihen EQS, EQS SUV sowie der EQE haben optional den dafür notwendigen 22 kW On-Board-Lader verbaut. Alle anderen EQ-Modelle (EQA, EQB, EQC und EQV) können nur mit 11 kW an der heimischen Wallbox laden. Unabhängig davon, ob eine 22 kW Wallbox installiert wird oder nicht.

Für wen lohnt sich eine Wallbox von Mercedes?

Für dich lohnt sich eine Mercedes Wallbox, wenn dir die Optik der Wallbox im Mercedes Design wichtig ist. Und du sowohl die Wallbox als auch deinen Mercedes per Smartphone über die Mercedes me App steuern willst. Denn in die Mercedes me App lassen sich nur Mercedes eigene Produkte (Fahrzeuge & Wallboxen) einbinden. Zudem hast du am Installationsort in der Garage bzw. Einfahrt WLAN-Empfang oder hast dort ein LAN-Kabel liegen. Denn dass ist eine zwingende Voraussetzung, um die Mercedes Wallbox vollumfänglich nutzen zu können.
In den folgenden Situationen lohnt sich die Mercedes Wallbox eher weniger für dich und es gibt geeignetere Wallboxen für dich:
  • Du willst die Wallbox lediglich zum Laden verwenden und benötigst die Zusatzfunktionen (App-Steuerung, Internetanbindung etc.) nicht. Entsprechende einfache Wallboxen kosten nur die Hälfte.
  • Du musst den Ladestrom gegenüber dem Arbeitgeber abrechnen. In diesem Fall ist eine Wallbox mit integriertem MID-Zähler die vom Finanzamt empfohlene Variante.
  • Du planst in den nächsten 2-5 Jahren auch ein Elektroauto eines anderen Herstellers zu fahren. Die Wallbox-Steuerung über die Mercedes me App funktioniert nur mit Elektroautos von Mercedes.
  • Am Installationsort ist kein WLAN-Empfang vorhanden und das verlegen des LAN-Kabels ist keine Option. In diesem Fall ist eine alternative Ladestation mit integrierter SIM-Karte die bessere Option.
  • Sollen (in Zukunft) zwei E-Autos gleichzeitig geladen werden? Dann ist eine Wallbox mit zwei Ladepunkten die passende Wahl.
  • Dein Haus verfügt (in Zukunft) über eine PV-Anlage oder die Wallbox soll in einer Tiefgarage installiert werden? Auch hierfür ist die Mercedes Wallbox nicht die erste Wahl.

Diese Wallboxen sind eine gute Alternative

Wie bereits geschildert, gibt es zahlreiche Fälle, in denen bessere und auch günstigere Alternativen zur Mercedes Wallbox gibt. Dies gilt insbesondere für Situationen, in denen der zu Hause geladene Strom des Dienstwagens mit dem Arbeitgeber kilowattstundengenau verrechnet werden muss. Aber auch wenn du in ein paar Jahren ein Fremdfabrikat fährst, ist eine herstellerunabhängige Wallbox zu empfehlen.
Die folgenden fünf Wallboxen erweisen sich gute Alternativen zur Mercedes Wallbox und sind “Made in Europe”.

Webasto Pure II - günstige Alternative made in Germany

Praktisch, sicher und schnell. Die ab 459 Euro erhältliche Pure II Wallbox (11 kW) vom bayerischen Traditionsunternehmen Webasto bietet eine individuelle Ladeleistung, maximale Sicherheit und höchsten Komfort. Im Alltagseinsatz beeindruckt die absperrbare Webasto Pure II durch eine hohe Verarbeitungsqualität und lädt jeden BMW zuverlässig mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW.

Go-eCharger HOMEfix - ADAC Testsieger 2022

Der ADAC hat den go-eCharger HOMEfix 2022 nicht nur zu seinem Testsieger gekürt. Sondern die Wallbox sucht auch in puncto Ausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis (ab 579 Euro) ihresgleichen. Von der möglichen PV-Anbindung (per API-Schnittstelle) bis hin zum zeitgesteuerten Laden und dem Zugangsschutz per RFID-Karte lässt die Wallbox kaum einen Wunsch offen. Das statische Lastmanagement mit mehreren Chargern beherrscht die Österreich gefertigte Ladestation ebenfalls.

Webasto Next - für Designliebhaber

Die intelligente Webasto Next Wallbox ab 779 Euro besticht durch einfache Bedienung, ansprechendes Design und hohe Qualität “Made in Germany”. Mit wahlweise 11 oder 22 kW werden alle E-Autos mit Typ-2-Anschluss schnell geladen. Die mehrfarbigen LEDs an der Wallbox zeigen dir jederzeit den aktuellen Status des Ladevorgangs an. Aber auch per App kannst du die Nutzer verwalten oder die Ladehistorie einsehen. Ganz egal, ob du ein Mercedes oder ein anderes E-Auto gerade lädt.

EVBox Elvi (MID+WLAN/SIM) - für Dienstwagenfahrer geeignet

Die Elvi Wallbox vom niederländischen Wallboxspezialisten EVBox ist eine intelligente und kompakte Ladestation. Für den Kaufpreis von 949 Euro sind bereits ein 6-Meter Typ 2 Ladekabel, die Zugangskontrolle per RFID-Karte sowie ein MID-Zähler enthalten. Letzterer ist notwendig, um den Ladestrom des Dienstwagens für die Abrechnung mit dem Arbeitgeber exakt zu erfassen. Die monatlich geladene Strommenge lässt sich bequem über die kostenlose Lademanagementsoftware online einsehen.

ABL eMH3 - zum Laden von zwei E-Autos

Die ABL eMH3 ist die ideale Lösung, wenn zwei Elektroautos gleichzeitig geladen werden sollen. Denn die Wallbox verfügt als eines der wenigen Modelle am Markt über zwei Ladepunkte. Die Abrechnung des Ladestroms mit dem Arbeitgeber ist mittels des integrierten MID-Zählers und dem REEV-Backend unkompliziert möglich. Zusammen mit weiteren Zusatzfunktionen wie dem Lastmanagement ist auch der höhere Preis ab rund 2.900 Euro vertretbar.
Gut zu wissen: Alle oben genannten Alternativen können von jedem Hauselektriker eingebaut werden und bieten einen ausgezeichneten Kundenservice.

Fazit zur Mercedes Wallbox: extravagante Ladestation mit Einschränkungen

Die Mercedes Wallbox wird an jeder Hauswand oder Einfahrt aufgrund ihres Designs zum Hingucker. Das steht außer Frage. Zudem lädt sie einen elektrischen Mercedes sicher und bis zu 10-mal schneller auf als eine Haushaltssteckdose. Der Preis von 990 Euro fällt jedoch vergleichsweise hoch aus. Gerade im direkten Vergleich zu alternativen Wallboxen. Zumal der Mercedes Wallbox die ein oder andere wichtige Zusatzfunktion fehlt. Beispielsweise ein integrierter MID-Zähler für die Firmenwagenabrechnung. Zusätzlich funktionieren viele Zusatzfunktionen in Verbindung mit der Mercedes me App nur, wenn du einen Mercedes besitzt. Solltest du zusätzlich einen Zweitwagen einer anderen Marke fahren oder in 2-3 Jahren die Marke wechseln, entfallen viele dieser Zusatzfunktionen. Daher ist es in vielen Situationen ratsam, eine der oben genannten Wallboxen als Alternative in Betracht zu ziehen. Denn unsere empfohlenen Wallboxen machen optisch was her und sind teilweise deutlich preiswerter. Sämtliche Zusatzfunktionen lassen sich zudem unabhängig von der Marke deines Elektroautos nutzen.
Bildnachweise: ABL GmbH, Mercedes-Benz Group AG, EVBox GmbH, go-e GmbH, Webasto SE.

Wie viel Ladeleistung soll die Wallbox haben?