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Passt ein Elektroauto zu mir? 10 Fragen, die Du dir vorab stellen solltest

Passt ein E-Auto zu mir? Mit dieser Frage beschäftigen sich immer mehr Autofahrer. Nicht zuletzt, da die Bundesregierung immer höhere Förderungen bereitstellt. Da die E-Mobilität allerdings für viele Interessenten Neuland ist, haben wir 10 wichtigste Fragen beantwortet, die man sich vorab stellen sollte. Diese werden im Folgenden beantwortet, damit Du eine bessere Entscheidung treffen kannst.
  • 1. Wie viel Reichweite benötige ich?
  • 2. Wie funktioniert eigentlich ein Elektroauto?
  • 3. Wird ein besonderer Führerschein für ein E-Auto benötigt?
  • 4. Muss ich bei einer Panne oder einem Unfall etwas Besonderes beachten?
  • 5. Kann ich schneller als 100 km/h fahren?
  • 6. Benötigt ein E-Auto im Winter mehr Energie? Muss sogar die Heizung heruntergeregelt werden, um am Zielort anzukommen?
  • 7. Kann das mit dem Strom wirklich funktionieren? Wie kann ich mein E-Auto laden
  • 8. Benötige ich ein Ladekabel? Kann es gestohlen werden?
  • 9. Ist ein Elektroauto erheblich teurer als ein Verbrenner?
  • 10. Wo und wie lange lade ich mein E-Auto?

1. Wie viel Reichweite benötige ich?

Der durchschnittliche Deutsche legt an einem normalen Werktag 39 Kilometer zurück. Damit kommt für viele ein Elektroauto bereits heute schon infrage. Viele günstige Modelle schaffen ohne Probleme 190 Kilometer. Im Premiumsegment werden bereits die 800 km erreicht. Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass sich die Reichweite noch weiter erhöhen wird.
Um sicherzugehen, wie viele Kilometer du zurücklegst, nutze einfach Google Maps und schaue nach, wie viele km es von deiner Haustüre zum Arbeitsplatz sind.
Angenommen, es sind 45 Kilometer hin und zurück, kommen bereits viele kleinere Modelle für dich infrage. Allerdings solltest du die Möglichkeit haben, zu Hause oder am Arbeitsplatz zu laden. Dann kannst du ganz einfach während der Arbeitszeit bzw. über die Nacht dein E-Auto aufladen.
Alle verfügbaren Modelle findest du in unserer interaktiven E-Auto Übersicht!

2. Wie funktioniert eigentlich ein Elektroauto?

Wie der Name schon sagt, funktionieren Elektroautos mit elektrischer Energie. Daraus ergeben sich wichtige Konsequenzen, die berücksichtigt werden müssen. Zum einen muss die nötige Energie in Lithium-Ionen-Akkus gespeichert und mitgeführt werden. Die Kapazität solcher Akkus wird in kWh angegeben und gibt Aufschluss über die Reichweite eines E-Autos.
Batterien mit einer Größe von 15-100 kWh sind üblich, wobei in Zukunft eine weitere Steigerung der Kapazität erwartet wird. Der Vorgang der Energieeinspeisung ist technisch anspruchsvoll und sollte am besten schnell geschehen, um die nötige Reichweite zur Verfügung zu stellen.
Für die Energieeinspeisung ist ein On-Bordcharger verantwortlich, der den gesamten Prozess regelt. Die schnellste Ladeleistung wird im Bereich zwischen 20 % – 80 % Ladezustand erreicht. Wenn der Akku bereits weniger bzw. mehr Energie gespeichert hat, lädt das E-Auto etwas langsamer.
Der Elektromotor in einem E-Auto ist extrem leistungsstark und langlebig. Außerdem benötigt er nahezu keine Wartung, um die gewünschte Leistung zu erbringen. Insgesamt ist das Elektroauto sehr pflegeleicht, da viele Teile, die wartungsintensiv sind, wegfallen.
Beispielsweise werden Getriebe, Gangschaltung, Vergaser, Lichtmaschine, Zündung oder Auspuffanlage im E-Auto nicht mehr benötigt.

3. Wird ein besonderer Führerschein für ein E-Auto benötigt?

Die Antwort ist Nein. Es sind keine besonderen Voraussetzungen nötig. Ein gültiger Führerschein reicht aus, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Ebenfalls Hybride-Fahrzeuge dürfen von Personen mit einem gültigen Führerschein bewegt werden. Allerdings müssen sich Fahrer auf Besonderheiten einstellen, wenn sie ein Elektroauto das erste Mal fahren.
Beispielsweise ist die enorme Beschleunigung eine Besonderheit, auf die sich Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos vor allem bei der ersten Probefahrt einstellen müssen.

4. Muss ich bei einer Panne oder einem Unfall etwas Besonderes beachten?

Um die Frage: Passt ein E-Auto zu mir? beantworten zu können, muss sich die Frage gestellt werden, was bei einer möglichen Panne geschieht.
Bei einer Panne muss nichts Besonderes beachtet werden. Abschleppdienste und Unfallhelfer sind ausreichend geschult. Allerdings gibt es verschiedene Services der einzelnen Elektroautohersteller, die speziell an E-Autofahrer angepasst sind.

5. Kann ich schneller als 100 km/h fahren?

Klare Antwort: Ja. E-Autos fahren ohne Probleme eine längere Zeit mit bis zu 130 km/h. Schnellere Geschwindigkeiten sind ebenfalls möglich, was sich aber erheblich auf die Reichweite auswirkt.
Begründung: Durch die starke Energieabgabe erhitzt sich der Akku mehr wie bei „normalen“ Geschwindigkeiten, was dazu führt, dass dieser abgeregelt werden muss. Schäden an der Batterie entstehen durch hohe Geschwindigkeiten nicht.
Wie gesagt, mindert sich nur die Reichweite. Elektroautos zeigen sehr genau an, wie viel Reichweite sie noch geladen haben und wie hoch der aktuelle Verbrauch ist. Unserer Erfahrung nach geben E-Auto Fahrer besonders bei der Beschleunigung des Stromers Gas und halten sich bei Endgeschwindigkeiten z. B. auf Autobahnen zurück.

6. Benötigt ein E-Auto im Winter mehr Energie? Muss sogar die Heizung heruntergeregelt werden, um am Zielort anzukommen?

Im Winter benötigt ein Elektroauto mehr Energie wie im Sommer. Allerdings sind die Mengen der mehr benötigten Energie weitaus niedriger, wie teilweise berichtet wird. Ein Grund für den erhöhten Energiebedarf im Winter ist sicherlich die Heizung.
Beim Verbrenner wird der Innenraum mit der gefilterten warmen Luft aus dem Motorenraum beheizt. Der Stromer hat keine Energieverluste während des Antriebes, weswegen die Heizung separat mit Strom versorgt werden muss. Ebenfalls mehr Energie benötigen die Batterien, da sie optimal bei 20 Grad funktionieren. Neuerdings werden hocheffiziente Wärmepumpen im Auto verbaut, die die nötige Betriebsenergie liefern.
Wichtig: Es muss kein E-Auto Fahrer auf Komfort verzichten, um an sein gewünschtes Ziel zu kommen. Der Verbrauch erhöht sich angemessen und kann berücksichtigt werden.

7. Kann das mit dem Strom wirklich funktionieren? Wie kann ich mein E-Auto laden?

E-Autobesitzer tauchen unweigerlich in eine neue Welt ein, die von der Elektrizität bestimmt wird. Sie müssen aber auch nicht Elektrotechnik studiert haben, um die Vorteile von E-Autos genießen zu können.
Die grundlegende Berechnungseinheit ist Kilowatt, welche die Stromleistung beschreibt. Aus der Stromleistung kann die Einheit Kilowattstunde abgeleitet werden. Es gelten folgende Bedingungen: Ein Gerät, das eine Stunde lang mit, 1 Kilowatt (kW / 1000 Watt) betrieben wird, verbraucht 1 Kilowattstunde (kWh) Strom.
Ein gewöhnlicher Hausanschluss liefert eine Leistung von 3,7 kW. Dies bedeutet, dass eine Elektroautobatterie mit einer Kapazität von 35 kWh mehr als 10 Stunden benötigt, um von 0 % auf 100 % aufgeladen zu werden. An einer Ladestation mit 11 kW Leistung benötigen E-Autofahrer ca. 3,5 h.
Dabei muss aber die Leistungsaufnahme des jeweiligen Stromers berücksichtigt werden. Der Mini SE z. B. kann nur mit einer Leistung von 11 kW laden. Das ausschlaggebende Kriterium bei der Ladezeit ist somit neben der Ladestation das E-Auto selbst.
Unterschied AC-DC
E-Autos werden in den meisten Fällen mit Wechselstrom (AC) geladen. Dabei wird auch von normalen Laden gesprochen. Leistungen von 3,6 kW, 11 kW und 22 kW sind hier üblich.
Die meisten E-Autos können aber auch mit Wechselstrom (DC) laden. Hier spricht man von dem sogenannten Schnellladen. Solche Ladestationen finden sich häufig Orten, wo Menschen nur kurze Pausen machen, wie z.B. Autobahnraststätten.
Damit die Ladezeit berechnet werden kann müssen somit 3 Parameter gegeben sein.

  • Akkugröße des E-Autos
  • Max. Leistung der Ladeinfrastruktur
  • Max. Ladeleistung des E-Autos
  • Ladezeit = Batteriekapazität / Ladeleistung

    8. Benötige ich ein Ladekabel? Kann es gestohlen werden?

    Für das Aufladen des Elektroautos wird ein Ladekabel benötigt. Dieses wird anders wie beim bisherigen Tankvorgang nicht von der Tankstelle gestellt, sondern im E-Auto mitgeführt.
    Somit hat jeder E-Autofahrer sein passendes Kabel mit an Bord. Dies ist beim normalen Laden (AC) bis 22 kW die Norm. Beim Schnellladen (DC) wird das Kabel vom Betreiber gestellt, da dieses aufgrund der hohen Leistung gekühlt werden muss. Während des Ladevorganges wird das Kabel sowohl von dem Auto wie auch der Ladestation fest verriegelt.
    Das Kabel kann also nicht von fremden Personen abgezogen werden. Um das Kabel abzuziehen, muss der Ladevorgang beendet werden und durch eine Autorisierung (z. B. Ladekarte) entsperrt werden. Ausnahme bildet die normale Haushaltssteckdose.
    Wie bei den meisten neuen Technologien sind Anfangs keine Standards definiert und jeder Hersteller hat ähnlich wie beim Handy seine eigenen Steckertypen entwickelt.
    Folgende Steckertypen haben sich am Markt durchgesetzt:
  • Schukostecker/Normale Haushaltssteckdose: Bis maximal 2,3 kW.
  • Stecker Typ II: Der Standard beim „normalen Laden“ (AC). Der Steckertyp ist weit verbreitet und funktioniert an öffentlichen Ladestationen bis max. 22 kW.
  • CHAdeMO: Standard der asiatischen Hersteller. Er ermöglicht das der schnelle Laden mit Gleichstrom (DC).
  • Combined Charging System CCS: Standard der europäischen Hersteller für das Laden mit Gleichstrom (DC).
  • 9. Ist ein Elektroauto erheblich teurer als ein Verbrenner?

    Wie jede neue Technologie ist auch die E-Mobilität am Anfang noch sehr hoch Preisig. Momentan ist Elektroauto in der Anschaffung noch teurer wie ein vergleichbarer Verbrenner. Allerdings dürfen auch die laufenden Kosten nicht vernachlässigt werden:
    Verbrauch: Beim Verbrauch hat ein E-Auto die Nase gegenüber einem Verbrenner die Nase vorn. Je nach Modell hat ein E-Auto einen Verbrauch von 10 bis 20 kWh auf 100 km. Bei einem Preis von ca. 30 Cent pro kWh (häufig weniger) sind das zwischen 3€-6 € für 100 km.
    Außerdem: Häufig profitieren E-Autofahrer von kostenlosen Strom wie z. B. bei ALDI.
    Steuern und Versicherung: Für E-Autos fällt in Deutschland bis 2035 keine Kfz-Steuer an. Ebenfalls Versicherungen sind günstiger, da bisher weniger Unfälle mit E-Auto passieren.
    Wartung: Elektroautos haben einen sehr viel geringeren Wartungsaufwand, da z. B. der Ölwechsel nicht benötigt wird. Außerdem hat ein Stromer wesentlich weniger Verschleißteile und sogar der Bremsabrieb ist aufgrund der rekuperativen Energiegewinnung beim Bremsvorgang wesentlich geringer.
    Kommunale Privilegien: In vielen deutschen Städten genießen E-Autos kleine und große Privilegien. Ein finanzieller Vorteil ergibt sich vor allem aus der kostenfreien Benutzung öffentlich bewirtschafteter Parkflächen. In so manchem Parkhaus zahlt man zwar Parkgebühren, kann dafür aber während der Standzeit gratis laden.
    Wiederverkaufswert: Das ist zwar eher eine Momentaufnahme, aber aktuell erzielen gebrauchte E-Autos Spitzenpreise.

    10. Wo und wie lange lade ich mein E-Auto?

    Es gibt verschiedene Szenarien, wie und wann geladen werden kann. Vorab kann aber gesagt werden, dass man nicht extra an eine Ladesäule fährt und dort stundenlang warten muss.
    Hier einige Beispiele:
    Wenn Sie einen eigenen Stellplatz, Garage oder Carport nutzen können, ist das optimal. Dabei spielt es keinen großen Unterschied, ob dieser privat oder am Arbeitsplatz zur Verfügung steht. So können Sie ihr Elektroauto während der Standzeit ganz einfach über Nacht oder während der Arbeitszeit aufladen. Da die Standzeit meistens über 8h ist, ist selbst eine. Sie sparen sich somit auch noch zusätzlich die Fahrt zur Tankstelle.
    Laternenparker werden E-Autofahrer genannt, die keine eigene Ladeinfrastruktur nutzen können und somit an öffentlichen Ladestationen laden müssen. Solch eine Ladestation muss je nach Akkugröße und Fahrweg 1-2-mal die Woche bei einer Standzeit von ca. 4-6 h besucht werden.
    Überland- bzw. längere Fahrten: Wenn sie neben Ihrem normalen Arbeitsweg eine längere Strecke zurücklegen müssen, ist dies kein Problem. Sie sollten je nach Länge der Strecke etwas mehr Zeit einplanen. Neben der Länge der Strecke kommt es auf die Größe der Batterie und Ihr Fahrverhalten an. Normale Pausen können an Schnellladestationen sinnvoll genutzt werden.

    Fazit - Passt ein E-Auto zu mir?

    Wenn Sie sich die 10 Fragen ehrlich beantworten, sollten Sie die Frage: Passt ein E-Auto zu mir? beantworten können.
    Für die meisten Interessenten passt ein Elektroauto bereits heute!