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Elektro-Pickup: Rund 25.000 Pickups werden laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) jährlich in Deutschland zugelassen. In kommenden Jahren werden darunter auch vermehrt elektrifizierte Pickups zu finden sein. Neben futuristischen Modellen wie dem Tesla Cybertruck oder dem Klassiker Ford F-150 Lightning bieten auch neue Hersteller wie Rivian E-Pickups an. Das verwundert nicht, denn die elektrischen Pritschenwagen begeistern mit ihrer Robustheit und Praktikabilität in Alltag. Damit ihr auf dem neuesten Stand zum Thema Elektro-Pickups seid, haben wir euch alle relevanten Infos zu den E-Pickups zusammengestellt.

Was ist ein Elektro-Pickup?

Unter einem Elektro-Pickup ist ein typischer Pritschenwagen zu verstehen, der eine Batterie verbaut hat und mit einem Elektromotor angetrieben wird. In Sachen Aufbau, Robustheit und Ladefläche gibt es hingegen nur marginale Unterschiede zu einem Pickup auf Verbrenner-Basis. Lediglich sind E-Pickups je nach Batteriegröße ein stückweit schwerer, profitieren allerdings gleichzeitig durchzugkräftigeren Allradantrieben. Je nach Modell sind mit Ihnen im Alltag Reichweiten von über 500 Kilometern problemlos möglich.

Was kostet ein Elektro-Pickup?

Der günstigste bestellbare elektrische Pickup in den USA ist der Ford F-150 Lightning mit einem Startpreis von 39.000 Dollar (ca. 34.000 Euro). Jedoch sind Fahrzeuge in den USA grundsätzlich günstiger als hierzulande erhältlich. Daher dürften die ersten ab 2023 in Deutschland erhältlichen Elektro-Pick-ups vor Abzug von Förderungen deutlich über 50.000 Euro kosten.
Kommt für dich alternativ auch ein E-SUV infrage, werfe einen Blick in unseren Beitrag „Elektro SUV: Diese SUVs gibt es mit E-Antrieb“.

Welche Vorteile hat ein elektrischer Pickup?

Wie ihre Brüder auf Verbrenner-Basis vereinen E-Pickups eine Reihe von Vorteilen. Als Vorteile sind beispielsweise folgende Aspekte zu nennen:
  • eine große Ladefläche
  • Allradantrieb und Offroad-Tauglichkeit
  • eine robuste Konstruktion
  • hohe Zugkraft
  • Wichtige HTML-Elemente
  • Platz für zwei bis fünf Passagiere
Im Falle des Tesla Cybertrucks profitieren Besitzer sogar von serienmäßig verbautem Panzerglas und schusssicheren Edelstahltüren.

Welche Elektro-Pickups gibt es?

Als größten Markt für Pickups gelten nach wie vor die USA. Deshalb stammen alle bestellbaren oder angekündigten Modelle von amerikanischen Herstellern. Ihren Marktstart feiern elektrische Pickups zuerst auf dem US-Markt, bevor der weltweite Export startet. Aktuell gibt es die folgenden E-Pickups:

Chevrolet Silverado EV

Der Chevrolet Silverado wird laut Angaben von General Motors Anfang 2023 seine Markteinführung erhalten. Dies bestätigte das Unternehmen bereits. Der elektrische Pick-up wird einige technische Spezifikationen vom GMC Hummer EV übernehmen. So wird der Chevrolet ebenfalls auf der Utlium-Plattform gebaut. Die verbaute Batterie ist für eine Reichweite von 640 Kilometern ausgelegt. Die für den Silverado EV angekündigte Allrad-Lenkung wird ebenfalls bereits beim Hummer erfolgreich verbaut. Bei so vielen gleichen Komponenten ist es kaum verwunderlich, dass die Produktion parallel zum Hummer und Sierra-Ableger in der jüngst eröffneten Factory Zero in Detroit-Hamtramck stattfinden wird.

Ford F-150 Lightning

Die Vorproduktion der elektrischen Version des Kassenschlagers aus den USA startet im Frühjahr 2022. Die das elektrische Modell trägt den Zusatz Lightning und wird sogar Elon Musk als direkter Konkurrent betrachtet. Der Allradantrieb und die zwei E-Motoren sind bei dem Ford F-150 Lightning Standard und bringen viel Power mit.Die E-Motoren liefern im Höchstfall eine Gesamtleistung von 563 PS und ein Drehmoment von 775 Newtonmetern. Die maximale Reichweite wird von Ford mit 482 Kilometern angegeben. Mit einem Grundpreis von 39.974 Dollar (umgerechnet gerade einmal rund 32.800 Euro) ist er Stromer preislich sehr attraktiv. Vor allem die für gewerbliche Kunden zugeschnittene Basisversion F-150 Lightning Pro.

GMC Hummer EV

Der von general Motors gebaute elektrische Hummer sorgt für ähnlich viel Furore, wie der Cyber Truck von Tesla. Zum einen liegt das vermutlich an der Bekanntheit der Hummer Modelle. Zum anderen liefert der E-Pick-up beeindruckende Daten. Für die dreimotorige Topversion prognostiziert GMC mehr als 1.000 PS und ein Drehmoment-Maximum von knapp 15.600 Newtonmeter.
Das Robust-Design ist Hummer-typisch, und halbautonome Fahrfunktionen sind ebenso an verbaut wie innovative Offroad-Features. Besonders hervorzuheben sind die Unterboden-Kameras sowie eine Allradlenkung samt Crab-Mode. Mit diesem Fahrmodus kann der Fahrer per Tastendruck die vorderen und hinteren Räder diagonal stellen. Somit lässt sich das Fahrzeug fast seitlich bewegen. Das Einführungs-Modell "Edition 1" ist für 112.595 Dollar (fast 95.000 Euro) auf den Markt erhältlich. Die 79.995 Dollar (knapp 67.500 Euro) teure Einstiegsversion ist für Fans erst ab dem Frühjahr 2024 erhältllich.

Dodge Ram Revolution

Über den Dodge Ram Revolutions gibt es noch recht wenig Informationen. Der Stellantis-Konzern hat sich aus dem Ankündigungs-Wettrennen in Sachen Elektro-Pickups lange herausgehalten. Im Rahmen der Ankündigung der Stellantis-Elektro-Offensive i war es dann endlich soweit. Der RAM 1500 BEV soll laut Unternehmen 2024 in Serie gehen.

Rivian RT1

Anders als seine Konkurrenten produziert das junge Unternehmen Rivian aus dem US-Bundesstaat Illinois bereits den R1T. Zugleich sichert sich das Modell auch den inoffiziellen Titel als erster vollelektrischer, in Serie produzierte Pick-up in den USA.
Die vier installierten Elektromotoren sollen eine Gesamtleistung von 588 kW (800 PS) und im Höchstfall 1.120 Newtonmeter liefern. Die maximal mögliche Batteriegröße (180 Kilowattstunden) soll für eine Reichweite von bis zu 640 Kilometern sorgen. Als Basispreis gibt Rivian für den 5,50 Meter langen R1T 67.500 Dollar (aktuell gut 60.000 Euro) an.

Tesla Cybertruck

Auch im Segment der E-Pick-ups mischt Tesla mit dem Cybertruck ordentlich mit. Der elektrische Riese schlägt mit seinem Design völlig aus dem Rahmen und verfügt über eine Karosserie aus gehärtetem Edelstahl. Diese ist laut Tesla sogar schlag- und schusssicher. Mit seinen Abmessungen (5,86 Meter lang, 2,03 Meter breit und 1,90 Meter hoch) orientiert sich der Cybertruck am US-Pick-up Kassenschlager, dem Ford F-150. Die Pritsche ist 1,98 Meter lang, im Fahrerhaus ist Platz für sechs Personen und die Zuladung gibt Tesla mit 1.588 Kilogramm an.
Den Stromer gibt es in drei unterschiedlichen Batteriegrößen. Diese sorgen für Reichweiten von 402, 483 und 805 Kilometern. Die Grundpreise bewegen sich je nach Modellvariante zwischen 39.900 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 36.050 Euro), 49.900 Dollar (45.085 Euro) und 69.900 Dollar (63.155 Euro). Die Auslieferungen sollten ursprünglich Ende 2021 beginnen. Aktuelle Prognosen gehen jedoch von frühestens Anfang 2023 aus .

Welche weiteren Hersteller planen den Markteintritt?

Zusätzlich machen sich amerikanische Start-ups die zögerliche Herangehensweise etablierte Pick-up- Hersteller wie Chevy, Toyota oder Nissan zu Nutze. Junge Firmen wie Bollinger Motors mit dem B2, Lordstown mit dem Endurance oder Alpha Motors mit dem Wolf entwickeln neue vollelektrische Pritschenwagen. Sollte diesen Firmen die sehr kapitalintensive Serienproduktion gelingen, sollen 2023 in den USA bereits die ersten Kundenauslieferungen stattfinden.
Stichwort chinesische Hersteller. Der Hersteller Dongfeng bietet mit dem RICH 6 EV in China ebenfalls einen elektrischen Pritschenwagen für rund 17.000 Euro an. Allerdings ist der auf dem Nissan Navara basierende elektrische Pick-up nicht für den Export vorgesehen. Als Grund hierfür nennt Dongfeng, dass der RICH EV 6 nicht die Kundenansprüche westlicher Märkte erfüllt.

Wann ist der erste elektrische Pickup in Deutschland zu kaufen?

Noch hat keiner der genannten Hersteller einen offiziellen Verkaufsstart eines Elektro-Pickups in Deutschland verkündet. Alle Hersteller fokussieren sich aktuell den US-Markt. Dieser ist schließlich mit 500.000 verkauften Einheiten der größte Markt für die Kategorie Pickups. Erst ab 2023 dürften die ersten E-Pickups ihren Weg nach Deutschland finden. Wir rechnen damit, dass entweder Rivian mit dem RT1, Ford mit dem F150 Lightning oder Tesla mit dem Cybertruck zu den ersten Herstellern zählen dürften.
Bereits heute sind zahlreiche Elektroautos mit Allradantrieb erhältlich. Welche das sind, findest du in unserem Blogbeitrag „Welche Elektroautos haben einen Allradantrieb“.

Fazit: Elektro-Pickups sind im Kommen

Elektro-Pickups besitzen alle Vorteile eines klassischen Verbrenner-Pickups. Zusätzlich beeindrucken sie mit antriebsstarken E-Motoren und jeder Menge Zugkraft. Daher steht es außer Frage, dass sich E-Pickups in den kommenden Jahren in Deutschland durchsetzen werden. Das haben neben Vorreitern wie Rivian, Ford und Tesla nun auch die etablierten Hersteller wie Nissan, Toyota oder VW erkannt. Ab voraussichtlich Anfang 2023 werden die ersten E-Pickups auf deutschen Straßen zu sehen sein. Ob es sich beim ersten Modell um einen Rivian RT1, eine Ford F-150 Lightning oder gar einen Tesla Cybertruck handelt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt und halten euch auf dem Laufenden.
PS: Du hast ein Elekto-Pickup-Modell entdeckt, dass in der Auflistung fehlt? Oder du bist über zusätzliche Info zum Marktstart der oben genannten Modelle in Deutschland gestolpert? Dann schreib uns gerne eine E-Mail an media@einfacheauto.de .

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