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Dass an kälteren Wintertage oder bei zügiger Fahrweise die Reichweite von E-Autos sinkt, ist Fakt. Dennoch kannst du mit ein paar einfachen Maßnahmen Strom sparen und die Reichweite deines Elektroautos erhöhen.
Wir haben dir sechs Tipps zusammengestellt, wie du auf mehr Reichweite bei deinem Elektroauto kommst:

Tipp 1 - Das Fahrverhalten anpassen für mehr Reichweite

Wie weit du mit deinem Elektroauto kommst, hängt auch von deinem Fahrstil ab. Denn die Batterie eines Elektroautos entleert sich umso schneller, desto höher der jeweilige Stromverbrauch ist. Der Verbrauch hängt wiederum von deiner Fahrweise ab. Das heißt, dass häufig starkes Beschleunigen, plötzliches Abbremsen und hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten den Stromverbrauch in die Höhe schießen lassen. Gleichzeitig lassen sie die Reichweite deines E-Autos dahinschmelzen.
Mit welcher Geschwindigkeit und Fahrweise kommst du jetzt im Alltag am Weitestens? Eine pauschale Aussage ist hierzu leider schwierig. Denn die optimale Geschwindigkeit hängt stark vom Modell sowie dessen Größe und Gewicht ab. Verschiedene Tests haben allerdings ergeben, dass die maximale Reichweite bei einer Geschwindigkeit zwischen 90 und 100 km/h erreicht wird. Eine vorausschauende Fahrweise und eine sanfte Beschleunigung wirken sich ebenfalls positive auf die Reichweite aus.

Tipp 2 - Den Innenraum vorklimatisieren

Dein Elektroauto verliert an Reichweite, wenn die Energie der Batterie durch stromintensive Anwendungen im Fahrzeug verbraucht wird. Im Winter zählt die Innenraumheizung zu den größten Verbrauchern. Denn anders als bei einem Verbrenner kann das Elektroauto nicht die Abwärme des Verbrennungsmotors nutzen. An heißen Sommertagen ist hingegen die Klimaanlage der Großverbraucher, der die Reichweite nach unten purzeln lässt.
Die meisten Elektroautohersteller sind sich dieser Problematik bewusst. Deshalb bieten sie speziell für Elektroautos eine sogenannte Wärmepumpe an. Diese reduziert den Energieverbrauch beim Temperieren des Fahrzeugs um bis drei Viertel und erhöht so die Reichweite. Daher ist es empfehlenswert, dass du die Wärmepumpe als Sonderausstattung hinzu bestellst. Aber auch durch einen weiteren Kniff bei der Temperierung des Fahrzeugs kannst du die Reichweite deines Stromers steigern. Denn nahezu alle Hersteller statten ihre E-Autos serienmäßig mit einer Vorklimatisierungsfunktion aus, die sich über eine Smartphone-App aktivieren lässt.
Ist dein E-Auto zuhause oder unterwegs mit einer Ladestation verbunden, kannst du vor der Abfahrt bequem über dein Smartphone die Vorklimatisierung starten. Das Fahrzeug beginnt mit der Temperierung des Innenraums (und der Batterie). Zwar verbraucht die Vorklimatisierung ebenfalls Strom, dieser kann aber direkt aus der Ladestation nachgeladen werden. Während der Fahrt muss dann kein oder nur deutlich weniger Strom für die Beibehaltung des Temperaturlevels aufgewendet werden. Diese komfortable Sparmaßnahme erhöht die Reichweite deines Elektroautos alltäglich.
Tipp: Nutzt du an etwas wärmeren Wintertagen statt der Innenraumheizung nur die Sitzheizung, senkt das den Verbrauch ebenfalls erheblich. Auch das wirkt sich positiv auf die Reichweite des Stromers aus.

Tipp 3 - Erhöhte Reichweite im Eco-Modus

Sicher bist du bei deinem E-Auto schon in irgendeiner Weise über den Eco-Modus gestolpert. Nahezu jedes Elektroauto ist damit ausgestattet. Denn dieser Sparmodus soll im Alltag die Reichweite erhöhen, indem er den Energieverbrauch deines E-Autos auf das Nötigste reduziert. Mit anderen Worten: Um den Energie- bzw. Stromverbrauch des E-Autos zu minimieren, werden die Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit elektronisch reduziert.
Je nach Hersteller und Modell wird zusätzlich die Leistung der Heizung und Klimaanlage stark gedrosselt. Durch die diese Einsparungen mit dem Eco-Modus kannst du bis zu 10 % mehr Reichweite gewinnen. Bevor du das erste Mal den Eco-Modus benutzt, mach dich unbedingt mit seinen Funktionen und den damit verbundenen Auswirkungen auf das Fahrverhalten vertraut. So vermeidest du Überraschungen während der Fahrt. Alle Infos zum Eco-Modus findest du ausführlich im Handbuch deines E-Autos.

Tipp 4 - Den Reifendruck optimieren

Nicht nur die große, schmale Reifen und deren Aerodynamik verbessern die Reichweite deines Elektroautos. Sondern du kannst selbst auch Hand anlegen, indem du den Luftdruck deiner Reifen nach obenhin optimierst. Bereits ein um 0,2 bar höherer Luftdruck in den Reifen senkt den Verbrauch und steigert die Reichweite. Auf Fahrkomfort oder -sicherheit hat das keine Auswirkungen, da die Hersteller im Handbuch ohnehin meist nur den Mindestdruck der Reifen angeben. Um wie viel Prozent die Reichweite durch einen höheren Luftdruck schlussendlich steigt, hängt jedoch ganz von Modell, dem Fahrbahnbelag und den Außentemperaturen ab.

Tipp 5 - Das Navigationssystem nutzen

Wer sein Navigationssystem für die Routenplanung einsetzt, der kann die Reichweite seines E-Autos um 5 bis 15 Prozent steigern. Wie ist das möglich? Moderne, fahrzeuginterne Navigationssysteme berücksichtigen bei der Planung der effizientesten Route beispielsweise die Topografie und die Echtzeitdaten des Verkehrs. Denn Strecken mit starker Steigung oder mit viel Verkehr steigern den Verbrauch und senken die Reichweite.
Genauso fließen in die Berechnung auch die Fahrbahnbeschaffenheit, die Fahrzeuginformationen zum Ladestand, die Position von Ladestationen sowie die aktuellen Wetterdaten mit ein. Das Navigationssystem berücksichtigt diese genannten Faktoren bei seiner Routenberechnung. Falls du dann die Route mit dem geringsten Verbrauch wählst, kannst du dadurch längere Strecke ohne Nachladen zurücklegen.

Tipp 6 - Rekuperieren um die Reichweite zu erhöhen

So gut wie jedes Elektroauto ist in der Lage zu rekuperieren. Unter Rekuperation ist vereinfacht zu verstehen, dass die Bewegungsenergie des Fahrzeugs beim Verzögern (“Bremsen”) in elektrische Energie umgewandelt und in der Fahrzeugbatterie gespeichert wird. Diese zurückgewonnene Energie erhöht wiederum die mögliche Reichweite des Stromers um mehrere Prozent. Bei der Mehrheit der E-Autos kannst du sogar wählen, wie stark die Rekuperationsleistung des Fahrzeugs ist.
Von hoher Rekuperation, die das One-Pedal-Driving - sprich das Fahren mit nur einem Pedal erlaubt, bis hin zu einer niedrigen Rekuperation, die das Segeln bzw. das freie Rollen nur mit dem Schwung des Fahrzeugs ermöglicht. Vor allem im Stadtverkehr solltest du aber eine hohe Rekuperationsstufe wählen. Sobald du vom Gas gehst, verzögert das E-Auto dann stärker und es wird mehr Energie zurückgewonnen. Die Reichweite lässt sich so je nach Modell um bis zu 20 % erhöhen.
Gut zu Wissen: Durch das Rekuperieren werden die manuellen Bremsen weniger belastet und verschleißen nicht so schnell. Das spart zusätzlich Geld.

Fazit - Elektroauto Reichweite erhöhen

Bei jedem E-Auto kann durch ein paar praktische Handgriffe die Reichweite erhöht werden. Insbesondere eine vorausschauende Fahrweise, der Eco-Modus und die Nutzung der Rekuperation senken den Energieverbrauch und lassen die Reichweite steigen. Aber auch das clevere Nutzen der Vorklimatisierungsfunktion, des Navigationssystems und eines erhöhten Reifendrucks sorgen für mehr Reichweite. Insbesondere an kalten Wintertagen und an sehr heißen Sommertagen.
Befindest du dich gerade noch in der Auswahlphase für ein neues E-Auto und hast noch Bedenken zwecks der Reichweite? Dann nutze unseren kostenlosen E-Auto-Assistenten und wir empfehlen dir die für dich passenden E-Autos mit ausreichend Reichweite.