Diese Webseite erfordert JavaScript für eine reibungslose Darstellung.

E-Auto laden. Mit diesen Kosten kannst du rechnen.

#Laden unterwegs

Stromladen und die Kosten

Eines gleich vorweg: Grundsätzlich ist das Laden von Strom preiswerter als das Betanken eines vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotor. Allerdings sind die Preise für das Nachladen aktuell noch sehr unterschiedlich - abhängig davon, an welcher Ladestation und mit welcher Ladeleistung du tankst. Wir geben dir einen kurzen Überblick über die Lademöglichkeiten und was dich das Laden kostet.

Wie zu Hause laden funktioniert

Wenn du dein E-Auto an der heimischen Steckdose in der Garage lädst, ist das auf jeden Fall eine günstige Möglichkeit. Da die meisten Autos über Nacht sowieso viele Stunden ungenutzt vor sich hinschlummern, bietet sich das geradezu an.

In der Theorie sind die Sicherungen eines klassischen Haushalts-Stromnetzes auf 230 Volt und 16 Ampere ausgelegt. Im Prinzip sollte eine Steckdose also etwa 3,7 kW abgeben. Leider sind sie real meist auf 2,3 kW beschränkt. Das komplette Aufladen kann wegen der geringen Leistungsentnahme deshalb je nach Akkugröße bis zu zwanzig Stunden dauern. Bevor du eine Standard-Steckdose zum Laden nutzt, solltest du von einem Elektriker checken lassen, ob sie eine dauerhafte Stromentnahme durchhält, da im schlimmsten Fall die Gefahr eines Kabelbrandes droht.

Deutlich flotter und sicherer geht das Laden mit einer sogenannten „Wallbox“. Der Einbau einer Wallbox kostet zwar Geld, dafür kannst du dein Auto aber in der Regel innerhalb von drei bis sieben Stunden komplett aufladen. Und: Der Staat bezuschusst aktuell den Kauf und die Installation einer privaten Wallbox mit mindestens 900 Euro. Hier findest du Infos zur KfW Förderung. Schnell sein lohnt sich hier, denn das Interesse an der Förderung ist riesig und die Fördermittel reichen nur noch wenige Wochen.

Was das Laden zu Hause kostet

An der Steckdose zu Hause kostet dich die Kilowattstunde etwa 30 Cent – je nach Wohnort und Stromtarif. Das komplette „Nachtanken“ für ein Auto mit einer Akku-Kapazität von 35 kWh kommt also etwa 10,50 Euro. Fährst du ein „stärkeres“ Modell mit einem 70 kWh-Akku, kostet ein komplettes Aufladen 21,00 Euro.

Ein E-Auto, das 15 kWh für 100 km benötigt, kostet dich also in etwa 4,50 Euro pro 100 Kilometer. Das ist weitaus günstiger als jeder Verbrenner. Bei einem Verbrauch von etwa 8 Litern Benzin für 100 Kilometer kommt ein vergleichbarer Benziner bei einem Preis von 1,40 Euro/ Liter auf 11,20 Euro.

Aber das Laden zu Hause geht sogar zum Nulltarif! Wie? Wenn du Solarzellen auf dem Dach hast, lädst du kostenlos mit der Kraft der Sonne und fährst dann sogar komplett klimaneutral. Aber auch wer diese Möglichkeit nicht hat, kann seinen Stromer daheim mit Ökostrom laden.

Du bist auf der Suche nach einer Wallbox? Schau doch in unserm online Shop vorbei!

Öffentliches Laden

Die Kosten an öffentlichen Ladestationen variieren von Anbieter zu Anbieter sehr deutlich. In der Regel wird, vergleichbar mit der Abrechnung in Litern an einer gewöhnlichen Tankstelle, die geladene Menge Strom in Cent/kWh abgerechnet. Wer sich vorher informiert, kann also einiges sparen. Mit dem Ladetarif Mobility+ von der EnBW kostet beispielsweise die Kilowattstunde deutschlandweit an jeder Ladestation zwischen 29 und 39 Cent. Damit kommt eine volle Ladung für ein Elektroauto auf etwa 12,25 Euro bis 14 Euro.

Bei einem größeren Modell wie dem Tesla Model S kostet dich einmal „Volltanken“ zwischen 24,50 Euro und 28 Euro. Das sind also zwischen 5,25 Euro bis 6,00 Euro pro 100 gefahrene Kilometer. Das ist noch immer deutlich günstiger als Benzin oder Diesel, aber schon ein gutes Stück teurer als in der heimischen Garage oder am Stellplatz mit Wallbox vor der Haustüre.

In Deutschland gibt es aktuell über 33.000 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte – darunter sind rund 14 Prozent sogenannte Schnellladestationen. Und das Netz wird stetig weiter ausgebaut, sodass das Laden eigentlich schon heute überall möglich ist.

Welcher Tarif passt für dich?

Das hängt davon ab, wie hoch dein Ladebedarf unterwegs ist. Im Wesentlichen unterscheidet man drei „Ladetypen“:

Der Gelegenheitslader: Wenn du dein Auto meist zu Hause und nur gelegentlich unterwegs auflädst, ist ein Ladetarif ohne monatliche Grundgebühr und ohne feste Laufzeit für dich am sinnvollsten.

Der regionale Lader: Du bist überwiegend in der Stadt unterwegs und hängst dein Auto gelegentlich an eine öffentliche Ladestation? Dann sind lokale Stromversorger oder Stadtwerke für dich die beste Lösung. Sie betreiben häufig die regionale Ladeinfrastruktur, offerieren dir die attraktivsten Tarife und lassen dich während des mehrstündigen Ladevorgangs auch kostenlos parken.

Der Viellader: Bist du viel mit dem E-Auto unterwegs und musst an vielen unterschiedlichen Orten Strom tanken? Dann sind für dich Ladekarten-Netzwerke oder Anbieter mit einer deutschlandweiten Abdeckung empfehlenswert. Diese speziellen Tarife kosten zwar eine monatliche Grundgebühr, allerdings sinken dafür im Gegenzug die Preise pro Ladevorgang gleich um mehrere Cent pro kWh.

Wie lange das Laden dauert?

Öffentliche Normalladestationen haben eine Leistung von bis zu 22 Kilowatt. Abhängig von deinem Modell benötigt ein kompletter Ladevorgang hier mit Wechselstrom (AC) in der Regel zwischen einer und sieben Stunden.

Deutlich flotter geht es an Schnellladepunkten mit einer Ladeleistung von mehr als 22 Kilowatt. Du kannst dein Auto mit Gleichstrom (DC) laden. Das Schnellladen läuft immer mit Gleichstrom. Die beste Ausstattung haben Autobahnen. Dort werden Elektroautos mit mindestens 50 kW aufgeladen. Moderne E-Autos sind damit schon nach 30 Minuten wieder zu rund 80 Prozent aufgeladen – in etwa eine gemütliche Café-Pause.

In naher Zukunft wird es noch schneller gehen. Denn an bedeutenden Verkehrsachsen werden nach und nach 350-kW-Schnellladestationen nach dem CCS-Gleichstromstandard errichtet werden.

Wie finde ich öffentliche Ladepunkte?

Im Normalfall stehen dir mehrere Möglichkeiten offen, wie du die nächste Ladestation in der Umgebung oder entlang deiner Route findest.

Navigationssystem: Die komfortabelste Lösung ist ein Blick in das Navigationssystem deines E-Autos. Dieses zeigt dir in den meisten Fällen nicht nur passende Ladestation in der Nähe oder entlang der Reiseroute an, sondern berechnet auch, wie lange der Ladevorgang dauert.

App des Ladekartenanbieters: Die Apps der großen Ladekartenanbieter wie EnBW, Shell Recharge oder Plugsurfing zeigen dir die Normal- und Schnellladestationen in deiner Umgebung mittels Google Maps an. Zusätzlich kannst du verschiedene Filter setzen, um nach dem passenden Steckertypen oder der gewünschten Ladeleistung zu filtern. Die App navigiert dich im Anschluss direkt zur ausgewählten Ladesäule.

A Better Routeplanner App: Mit der speziell für E-Auto-Fahrer entwickelten App “A Better Routeplanner” gelingt dir eine detaillierte Routenplanung inklusive Anzeige der passenden Ladestationen. Ein weiterer Vorteil: Die App greift auf Live-Daten in ganz Europa zurück und kann dir defekte oder besetzte Ladestationen entlang der Route ausblenden.

Beschilderung entlang von Autobahnen: In Deutschland sind alle Rasthöfe und Parkplätze entlang von Autobahnen, die über eine Ladestation verfügen, entsprechend ausgeschildert. Bereits mehrere Kilometer vor der entsprechenden Ausfahrt erkennst du sie anhand der Hinweisschilder, auf denen eine Ladestation mit Stromstecker abgebildet ist.
Bildnachweise: Webasto SE