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Welche E-Autos können mit 22 kW laden?

#Laden unterwegs
Welche E-Autos können zuhause an der Wallbox oder an einer städtischen Ladesäule mit 22 kW Wechselstrom laden? Bei der Suche nach einem neuen E-Auto oder beim Durchblättern einer Autozeitung stolpert früher oder später jeder über diese Frage. Wir beantworten dir die Frage, warum nur bestimmte E-Autos beim Laden mit Wechselstrom (AC-Laden) auf eine Ladeleistung von 22 kW kommen.

Das Laden mit Wechselstrom (AC-Laden)

Die Hochvoltbatterie eines E-Autos wird mit Gleichstrom geladen. Das ist am effizientesten und am besten für die Batterie. Ein E-Auto kann mit Gleichstrom jedoch nur an DC-Schnellladesäulen und mit einem entsprechenden CSS- oder CHAdeMO-Anschluss geladen werden. Hier sind dann je nach E-Auto aber Ladeleistungen von 40 kW bis 350 kW möglich. Das Laden mit Gleichstrom wird als DC-Laden oder Schnellladen bezeichnet.

Beim Laden zuhause an der Wallbox oder an der Ladesäule am Firmenparkplatz muss hingegen vorher der Wechselstrom (AC) aus dem Stromnetz in Gleichstrom (DC) umgewandelt werden. Bei einem E-Auto geschieht diese Umwandlung über das sogenannte On-Board-Ladegerät. Der Ladevorgang mit Wechselstrom wird als AC-Laden oder Normalladen bezeichnet.

Das verbaute On-Board-Ladegerät im E-Auto bestimmt folglich, ob das AC-Laden an einer geeigneten Ladestation mit einer maximalen Ladeleistung von 7,4 kW, 11 kW oder eben 22 kW klappt.

Welche E-Autos laden mit 22 kW?

In den meisten E-Autos ist serienmäßig ein On-Board-Ladegerät verbaut, dass das AC-Laden mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW erlaubt. Die Vollladung des E-Autos an einer gängigen 11 kW Wallbox gelingt damit in der Regel über Nacht.

Bei E-Autos mit einer sehr großen Batterie sowie bei kleinen E-Autos ohne DC-Schnellladeanschluss liegt es auf der Hand, ein 22 kW On-Board-Ladegerät zu verbauen. In der folgenden Übersicht haben wir dir alle E-Autos zusammengestellt, die mit einem 22 kW On-Board-Ladegerät für das AC-Laden ausgestattet sind:

Kleine elektrische Stadtflitzer mit 22 kW AC-Ladeleistung

Gerade viele kleinere elektrische Stadtflitzer wie der Smart EQ oder Renault Twingo Electric lassen sich (optional) mit einem 22 kW On-Board-Ladegerät für das Normalladen (AC-Laden) mit Wechselstrom bestellen. Der Grund hierfür ist, dass die Hersteller bei diesen Modellen aus Kosten- und Platzgründen auf den üblichen CCS-Anschluss für das DC-Schnellladen verzichten. Damit die Kunden dennoch ihr E-Auto in der Stadt halbwegs schnell aufladen können, wird ein 22 kW On-Board-Ladegerät verbaut.

E-Autos mit großen Batterien erfordern einen 22 kW On-Board-Lader

Damit auch größere E-Autos Reichweiten von über 350 Kilometern bewerkstelligen können, setzen insbesondere die deutschen Premiumhersteller Audi, Porsche oder Mercedes auf immer größere Hochvoltbatterien. Auch diese 90 bis 110 kWh großen Batterien sollen binnen einer Nacht wieder mit Wechselstrom vollgeladen werden können. Dafür ist es jedoch notwendig, Modelle wie den Audi e-tron, den Porsche Taycan oder den Mercedes EQS mit 22 kW On-Board-Ladegeräte auszustatten.

Wo kann ich überall mit 22 kW ?

Ladestationen mit einer AC-Ladeleistung von 22 kW finden sich häufig an Supermärkten, Restaurants, Firmenparkplätzen oder an Parkplätzen im Stadtgebiet. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich zuhause mit Genehmigung des Verteilnetzbetreibers eine 22 kW Wallbox einzubauen.

Kann ich mit einem 22 kW On-Board-Ladegerät auch an einer 11 kW Wallbox laden?

Ja, das ist problemlos möglich. Allerdings solltest du dabei beachten, dass dein E-Auto trotz des 22 kW On-Board-Ladegeräts an einer 11 kW Wallbox nur mit einer maximalen Ladeleistung von 11 kW lädt. Denn in diesem Fall ist die Wallbox der limitierende Faktor. Sie ist nur auf eine Ladeleistung von 11 kW ausgelegt.

Gleiches gilt natürlich auch andersherum. Ein E-Auto mit einem 11 kW On-Board-Ladegeräte kann auch an einer 22 kW AC-Ladestation laden. Geladen wird in diesem Fall analog auch nur mit 11 kW. Der limitierende Faktor ist in diesem Fall das E-Auto, dass nur auf eine maximale AC-Ladeleistung von 11 kW ausgelegt ist.

Kann ich mir zuhause eine 22 kW Wallbox einbauen?

Fällt die Wahl ein E-Auto, dass mit 22 kW Wechselstrom geladen werden kann, ist der erste logische Gedanke, sich auch zuhause eine 22 kW Wallbox einzubauen. Schließlich will man auch von der maximalen Ladeleistung von 22 kW profitieren. Im Gegensatz zur der Installation einer 11 KW Wallbox ist der Einbau einer 22 kW Wallbox jedoch nicht so einfach möglich. Es fallen nicht nur höhere Kosten für die Hardware (Wallbox und Kabel) und die Installation an, sondern der Anschluss einer 22 kW Wallbox muss auch vom Netzbetreiber genehmigt werden.

Mehr Infos, ob du eine 11 kW oder 22 kW Wallbox benötigst, findest du hier.